Grimm, Hans-Ulrich – Katzen würden Mäuse kaufen

Allgemeine Informationen

Titel: Katzen würden Mäuse kaufen
Autor:
Hans-Ulrich Grimm
Verlag: Knaur
Seiten: 256

Inhalt

Deutschlands Nahrungsmittelkritiker Nr. 1, Hans-Ulrich Grimm, hat mit »Katzen würden Mäuse kaufen« einen schockierenden Bericht über die Skrupellosigkeit der Tierfutterindustrie verfasst. Denn glaubt man der Werbung, ist das Beste für unser Haustier gerade gut genug. Aber statt ausgewogener Nahrung bekommen unsere vierbeinigen Lieblinge eine ungesunde Mischung aus Schlachtabfällen, Streckmitteln und Stabilisatoren. Darunter auch immer wieder Skandalöses: Klärschlamm etwa. Oder neuartige Ingredienzen aus Erdgas, gewonnen mit Hilfe von Bakterien. Natürlich ganz ohne Kennzeichnung. Damit die Tiere das überhaupt zu sich nehmen, werden Geschmacksstoffe beigemischt. In »Katzen würden Mäuse kaufen« deckt sie Hans-Ulrich Grimm auf, die unappetitliche Wahrheit über kommerzielles Tierfutter.

Meine Meinung

Beim Recherchieren welches Futter für meine zwei Stubentiger das geeignetste wäre, stieß ich immer wieder auf dieses Buch, mit dem Hinweis, dass jeder Katzenbesitzer es gelesen haben sollte. Daher bestellte ich mir kurzerhand „Katzen würden Mäuse kaufen“ von Hans-Ulrich Grimm und war gespannt, was mich wohl erwarten würde.

Zu allererst möchte ich erwähnen, dass das Buch mittlerweile überarbeitet wurde und somit sehr aktuell ist. Das schafft natürlich einen realeren Bezug zum Umfeld, denn bei vielen Dingen denkt man sich, dass das heutzutage eigentlich gar nicht mehr vorkommen darf.

Hans-Ulrich Grimm beschönigt in seinem Buch nichts. Für sehr sensible Mägen ist das Buch deshalb vielleicht nicht unbedingt empfehlenswert. Der Schreibstil des Autors liest sich beinahe wie eine mitreißende Rede. Er erzählt von realen Fällen und untermauert diese mit Fakten. Dabei gibt es am Ende des Buches sogar eine seitenlange Quellenangabe, womit jeder Leser selber recherchieren kann. Überdenkt man am Ende des Kapitels das Gelesene, so wird einem schnell klar, dass Hans-Ulrich Grimm einen sehr umherführen kann. Dinge, die eigentlich nichts mit dem Kapitel zu tun haben baut er geschickt ein.

Was mich dann aber doch etwas genervt hat ist, dass er sich teilweise wiederholt. Oder, dass am Ende des Buches keine richtigen Vorschläge gemacht werden, wie man die Tiere besser füttern sollte. BARF oder selber kochen (was für Katzen wiederum eher ungeeignet ist) werden als die einzig richtigen Alternativen erwähnt.

Fazit

„Katzen würden Mäuse kaufen“ zeigt die Skrupellosigkeit, welche mit unseren Tieren betrieben wird auf. Dabei ist alles mit Fakten hinterlegt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

4/5 Sterne

9 Kommentare

  1. Mein Denken hat Dr. Ziegler geprägt. Ich bin auf ihr Buch gestossen, als unser Kater nach einer Impfung auf einmal Krebs bekam. Seit dem nur noch Barfen. Katzen ist nicht ganz so einfach wie Hunde – wegen dem Taurin. Da nehme ich Grünlippmuschelpulver. Aber sie bringt auch eher Beispiele aber auch einiges an Erklärungen. Sie sagt das Barfen besser als kochen ist – gerade wegen den Knochen.
    LG

    https://www.amazon.de/Hunde-w%C3%BCrden-l%C3%A4nger-leben-wenn/dp/3868822348/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1492707301&sr=8-2&keywords=buch+jutta+ziegler

    1. Vielen Dank für den Buchtipp, das Buch hört sich auch sehr interessant und lesenswert an. Wir können zur Zeit leider nicht komplett auf Barf umsteigen, aber es gibt regelmäßig rohes (Rind-)Fleisch.

      1. Das ist schon ok. Das ist bei Dr. Ziegler ganz gut beschrieben. Wie bei einem Raucher – jeder Tag den man weniger raucht ist ein guter Tag – so kann man das auch beim Barfen sehen 🙂 Liebe Grüsse

    1. Ja, es gibt Dinge die ich auch nicht unbedingt wissen möchte. Aber auch fürs Menschenfutter gibt es ein Buch von Grimm: „Die Suppe lügt“. Allerdings werde ich persönlich dieses Buch nicht lesen, da ich nicht wissen möchte, was alles in unserem Essen drinnen ist…

        1. Ich probiere die meiste Zeit selbst zu kochen, aber ab und zu gibt es dann doch mal ein Fertiggericht. Und die paar Fertiggericht die ich dann doch esse, möchte ich ohne Horrorvorstellungen, was denn alles darin sein könnte, genießen. 😉

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