King, Stephen – Es

Cover: "Es" von Stephen KingAllgemeine Informationen

Titel: Es
Autor: 
Stephen King
Verlag: ullstein
Seiten: 1214

Inhalt

Das Böse in Gestalt eines namenlosen Grauens kommt aus den Weiten des Weltalls. ES kennt die Ängste seiner Opfer und macht sie sich zunutze. Vor 27 Jahren traten sieben Freunde dem Grauen entgegen und schworen sich, ES zu bekämpfen. Jetzt ist ES zurückgekehrt. Und ES will die sieben haben.

Meine Meinung

„Stephen King’s Meisterwerk“, „sein bestes Buch“, „das Beste was Stephen King je geschrieben hat“ und „dir stehen die Haare vor Angst zu Berge“ sind nur einige Ausdrücke von Rezensionen, die meine Erwartungen an diesen Wälzer sehr hoch geschraubt haben. Vielleicht zu hoch?

Ich weiß nicht woran es liegt. Vielleicht war es nicht der richtige Zeitpunkt, da ich in letzter Zeit eher weniger gelesen habe, oder vielleicht liegt es auch nur an den viel zu hohen Erwartungen, die ich vor dem Lesen hatte. Aber Fakt ist: mir hat dieses hoch gelobte Buch nicht so gut wie einige andere Werke von Stephen King gefallen.

Der Leser begleitet im Roman die sieben Verlierer. Diese haben vor 27 Jahren den Pakt geschlossen, ES erneut zu bekämpfen, falls ES zurückkehrt. Als Erwachsene kehren nun diese sieben Personen zu dem Hauptschauplatz „Derry“ zurück. Nach und nach erinnern sie sich nun an ihre Kindheit, womit ein stetiger Bogen zwischen den Erwachsenen und ihren Kindheitserinnerungen entsteht. Doch die Erinnerungen kommen immer nur stückweise zurück, meist erst dann, wenn der Erwachsene gerade in einer ähnlichen Situation ist. Dies zeigt sich vor allem beim Finale, bei welchem der Leser beinahe gleichzeitig die Erwachsenen- und die Kinderversion liest.

Wer Stephen Kings Schreibstil kennt weiß, dass der Autor gerne etwas abschweift und alles bis ins kleinste Detail erzählt. Dadurch konnte ich mir zwar die Situation und das „Feeling“ dieser Zeit besser vorstellen, bei mehr als 1200 Seiten wurde es mir dann aber doch öfters zu langatmig.

Der Roman ist zwar grundsätzlich sehr spannend, allerdings hatte ich eine dichtere Atmosphäre erwartet. Natürlich müssen sich die Dinge nicht nur um ES drehen, allerdings erhoffte ich mir schon, dass ES sehr präsent sein würde und dadurch eine dauerhafte, allgegenwärtige Bedrohung entstehen würde, was meiner Meinung nach aber nicht der Fall ist.

Etwas was mich zusätzlich sehr an „ES“ gestört hat, war das Ende. Da ich aber nicht spoilern möchte, werde ich nur folgendes dazu schreiben: Für mich ist es komplett unlogisch, was die Kinder am Schluss machen bzw. warum ihnen diese Handlung helfen soll und wie sie überhaupt auf diese Idee kommen. Desweiteren habe ich nichts gegen etwas übernatürliches, aber was am Ende passierte, war mir doch etwas zu viel des Guten.

Fazit

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an Stephen Kings „ES“ und wurde leider etwas enttäuscht. Zwar empfand ich den Roman als spannend, aber dennoch teilweise etwas langatmig. Zusätzlich hat mich das Ende massiv gestört. Daher bekommt „ES“ von mir nur 2 von 5 Sternen.

2/5 Sterne

 

2 Kommentare

  1. Ich bin mir sehr sicher, welche Stelle am Ende du meinst. So ganz nachvollziehbar fand ich die Aktion auch nicht – ich hätte mir wohl was anderes überlegt -, aber mich hat die Szene einfach total getroffen, und ich brauchte ein paar Minuten, bis ich weiterlesen konnte.
    „Es“ war mein erstes Buch von Stephen King und bleibt meine Nummer 1 🙂

    1. Ich habe sogar im Internet nach einem (für mich) logischen Grund gesucht. Ich verstehe mittlerweile, wie man diese Stelle interpretieren kann, jedoch wäre ich nie von selbst darauf gekommen und es ist für mich nach wie vor nicht sehr nachvollziehbar.
      Aber Geschmäcker sind Gott sei Dank verschieden und daher freut es mich ehrlich, dass dir dieses Buch so gut gefallen hat 🙂

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