"Gefallener Engel" von Ina Linger

Linger, Ina – Gefallener Engel

Cover: "Gefallener Engel" von Ina LingerAllgemeine Informationen

Titel: Sanguineus – Gefallener Engel
Autor:
Ina Linger
Reihe: Die Sanguineus-Reihe
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Seiten: 324

Inhalt

Im Grunde gibt es nichts, was den reichen, arroganten Vampir Jonathan Haynes und die junge, engagierte Anwaltsgehilfin Samantha Reese verbindet – außer dem Verlust seines besten Freundes und ihrer großen Liebe Nathan Phillips. Seit einem Jahr gilt der vampirische Spezialist für heikle Entführungsfälle in San Diego und Umgebung als vermisst und hat dadurch aus zwei Fremden gute Freunde gemacht, die alles daran setzen, ihn wiederzufinden. Als sich nach der langen, vergeblichen Suche nach Nathan endlich eine heiße Spur ausfindig machen lässt, sind Sam und Jonathan gezwungen, ein paar kritische Entscheidung zu fällen, durch die sie sich nicht nur mit den Ältesten des großen Vampirrats anlegen, sondern auch mit einer gefährlichen menschlichen Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die vampirische Gemeinschaft zu vernichten.

Meine Meinung

Lange Zeit habe ich sie gemieden. Nachdem ich von „Twilight“ mehr als genug hatte und die „Tagebuch eines Vampirs“ Reihe auch immer schlechter wurde, habe ich jahrelang einen großen Bogen um sämtliche Vampirromane jeglicher Art gemacht. Nachdem ich aber gefragt wurde, ob ich nicht den ersten Teil der „Sanguineus“-Reihe lesen möchte und mich dann die Inhaltsangabe doch irgendwie neugierig gemacht hatte, gab ich dem Buch eine Chance. Vor allem da sich die Story so gar nicht nach einer typischen Vampirromanze sondern eher nach einer spannungsgeladenen Geschichte anhörte. Und eines gleich im Vorraus: ich habe es in keinster Weise bereut, meine Vorbehalte gegenüber Vampirbüchern zur Seite zu legen und dem Buch eine Chance zu geben.

Der Roman beginnt sofort sehr spannend, und gleich zu Beginn werden die drei wichtigsten Charaktere vorgestellt: Jonathan, ein sehr alter Vampir und bester Freund Nathans, Nathan, ein Vampir der mit seiner „Bestie“ in sich nicht wirklich zurechtkommt und Samantha alias Sam, Freundin von Nathan. Schon ganz am Anfang des Buches wird klar, dass Nathan verschwunden ist und sein bester Freund und seine Freundin ihn natürlich nicht so einfach aufgeben.

Obwohl es auch hier eine Liebesbeziehung gibt, liegt der Fokus eindeutig auf Spannung und Action und nicht auf Romantik. Zwischendurch hatte ich zwar mal kurz die Befürchtung, dass die Geschichte jetzt doch eine sehr romantische Richtung einschlägt, aber das beschriebene Liebesspiel ist erstens nur eine kurze Szene und zweitens förderlich für die Story. Danach geht es wieder mit gewohnter Spannung weiter. Die Autorin hat es dabei wirklich geschafft, dass ich „Gefallener Engel“ zu keiner Zeit langweilig fand, es gibt immer wieder eine spannende Entwicklung oder Entdeckung, welche die Story voranbringt.

Die Charaktere überzeugen mit ihrem erwachsenen und glaubhaften Verhalten. Jedoch blieben sie für mich teils etwas zu „platt“ und bei Sam fand ich teilweise, dass sie für meinen Geschmack noch etwas mehr Ecken und Kanten haben könnte. Auch kam mir Jonathans plötzlicher Wechsel zwischen seinen Persönlichkeiten manchmal etwas zu abrupt vor, aber der Vampir hatte ja auch 170 Jahre Zeit seine Maske zu perfektionieren. Aber das ist jetzt wirklich schon meckern auf hohem Niveau.

Bei den Vampiren bedient sich die Autorin Ina Linger zwar einiger Klischees, kreiert aber dennoch ihre ganz eigene Spezies. Was ich jedoch etwas schade finde ist, dass ich beim Lesen gerne noch etwas mehr Informationen über die Vampire gehabt hätte und ein paar meiner Fragen unbeantwortet bleiben.

Fazit

„Gefallener Engel“ von Ina Linger ist ein sehr guter, spannender Reihenauftakt, welcher aber noch etwas Potenzial bietet. Daher gibt es 4 von 5 Sternen.

4/5 Sterne

Die Sanguineus-Reihe

  1. Gefallener Engel
  2. Neugeboren
  3. Schattenspiel
  4. Spiel mit dem Feuer

 

Ich habe dieses Buch dankenswerter Weise von der Autorin zum Rezensieren bekommen. Die Rezension entspricht aber trotzdem meiner ganz persönlichen Meinung über das Buch.

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