"Jäger der Macht" von Brandon Sanderson

Sanderson, Brandon – Jäger der Macht

Cover: "Jäger der Macht" von Brandon SandersonAllgemeine Informationen

Titel: Jäger der Macht
Autor:
Brandon Sanderson
Reihe: Mistborn
Verlag: Heyne
Seiten: 450

Inhalt

Das Reich Scadrial hat sich in den letzten dreihundert Jahren gravierend verändert: Die Nebelgeborenen haben ihre Schwerter gegen Schusswaffen eingetauscht, und die Helden von einst sind längst zur Legende geworden. In dieser Zeit kommt Waxillium Ladrian nach zwanzig Jahren in der Einöde zurück in die Hauptstadt Elendel, um seinen Pflichten als Oberhaupt einer adeligen Familie nachzukommen. Doch in der Stadt lauern Gefahren, mit denen er nicht gerechnet hatte.

Meine Meinung

Der vierte Teil der Serie spielt ca. 300 Jahre nach den vorhergehenden Bänden und erzählt eine eigenständige Geschichte. Die Story, welche der Leser in den ersten drei Büchern verfolgen durfte, ist mittlerweile zur Legende geworden. Aber auch die Welt, wie wir sie kannten, hat sich stark verändert. Eine Eisenbahn verbindet Städte miteinander und die neueste Erfindung, der elektrische Strom, hält gerade Einzug in den Alltag der Menschen. Das ganze erinnert somit sehr stark an Steam-Punk-Fantasy, vor allem aber auch, weil Schusswaffen erfunden wurden und sehr häufig genutzt werden.

Auch die Geschichte an sich ist im Gegensatz zu den anderen Bänden sehr verschieden. Am ehesten würde ich sie wohl mit einer Kriminalgeschichte, vergleichen: ein großer Raub passiert und unser Held Waxillium Ladrian alias Wax, sein Kumpel Wayne und die junge Marasi gehen auf die Jagd um das Verbrechen aufzuklären. Dabei werden sie immer tiefer in das Geschehen hineingezogen. Die Story ist durchwegs spannend und wartet auch immer wieder mit überraschenden Wendungen auf, wobei das Ende mich im großen und ganzen dennoch nicht wirklich überraschen konnte.

Die Protagonisten Wax und Wayne sind wirklich wunderbar glaubhaft und auch immer für einen Schmunzler gut. Diese zwei kennen sich seit etlichen Jahren, nehmen sich immer wieder gegenseitig auf den Arm und haben beide ihre ganz eigenen Macken. Allerdings hat mir der Charakter Marasi nicht sonderlich gut gefallen. Sie ist für mich eine sehr klischeehafte junge Jura-Studentin, die natürlich urplötzlich ihre ungeahnten Schießkunstfähigkeiten entdeckt und somit gerade nochmal alles zum Guten wendet, was die beiden jahrelang erfahrenen Gesetzeshüter verbockt haben. Es tut mir sehr leid aber mit ihr konnte ich einfach nichts anfangen.

Im Gegensatz zu den Vorgängern ist dieser Band mit seinen 450 Seiten eigentlich sehr dünn. Allerdings finde ich, dass eine höhere Seitenanzahl der Story nicht gut getan hätte. Die Geschichte ist zwar sehr spannend, passt aber auch genau für diese „wenigen“ Seiten.

Fazit

„Jäger der Macht“ ist zwar sehr anders als die anderen Bände, aber dennoch sehr spannend geschrieben. Da ich aber einen der Charaktere nicht wirklich mochte gibt es nur 4 von 5 Sternen.

4/5 Sterne

 

Mistborn

  1. Kinder des Nebels
  2. Krieger des Feuers
  3. Herrscher des Lichts
  4. Jäger der Macht

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